Förderverein Streuobstwiesen
 an Murg und Oos e.V.

Stammtisch Oktober 2022

Rückschau Keltereitermine - unser erstes SOMO-Bio-Apfelschorle geht in Produktion - künftige Stammtischthemen - Große Apfelschau mit über 50 regionalen Sorten - mit interessanten Geschichten und Informationen unserer Pomologen

Nachdem bei unserem Septemberstammtisch technische Einzelheiten zur Planung und Durchführung unserer Keltereitermine iim Vordergrund standen, war an diesem Abend  mit unserer traditionellen Apfelschau wieder ein pomologisches Thema im Mittelpunkt. 

Zuvor fasste unser 1. Vorstand den Ablauf und die Ergebnisse unserer Keltereitermine zusammen. Von der Zertifizierung, die Dank des großen Einsatzes einiger Mitglieder sehr gut lief, bis zur Planung und der Zusammenarbeit mit der Kelterei lief alles reibungslos und damit sehr erfreulich. Uns gelang es zudem gemeinsam, unser neues Produkt, unser "SOMO-Bio-Apfelschorle", zu entwickeln und auf den Markt zu bringen.

Wir konnten unseren "Umsatz" und damit die Belohnung für das Engagement für unsere Streuobstwiesen  in diesem Jahr verdreifachen. Großen Anteil an unserem Erfolg haben unsere Kunden, insbesondere der Biohof Decker in Weitenung, aber auch Edeka Fitterer aus Baden-Baden und Weisenbach, die Firma Claus aus Sandweier und Getränke Blessing aus Forbach, Weisenbach und Gaggenau. Dort können Kunden nun unseren leckeren Bio-Apfelsaft bzw. unserer neues Produkt - unser SOMO-Bio-Apfelschorle - erwerben. 

Der Vortrag über viele verschiedene Apfelsorten war für uns wieder ein besonderes pomologisches Highlight. Ein versierter Pomologe aus dem Elsass stellte uns mit viel Fachwissen und Humor viele interessante Apfelsorten vor: manch einer von uns denkt daran sich die ein- oder andere Sorte im nächsten Frühjahr durch Veredelung selbst zu ziehen. 

Beschrieben und gezeigt wurden viele Apfelsorten, u.a. der Christkindler, der Himbeerapfel von Holovans, Oldenburger und Ontario, die Renette de Savoir und schließlich die Apfelsorte "Roter Mond", welche unser Schriftführer für uns nochmal zusammengefasst hat: 

Apfelsorte „Roter Mond“

Es gibt ca. 30 rotfleischige Apfelsorten. Eine besondere ist die Sorte „Roter Mond“; bei der nicht nur die Schale, sondern auch das Fruchtfleisch und die Kerne sowie das Holz, die Blüten und und Blätter von roter Farbe durchzogen sind. Darüber hinaus hat die Apfelsorte 20-mal mehr Antioxidantien als ein normaler Apfel.

Sie wurde 1915 von dem russischen Botaniker und Pflanzenzüchter Iwan Wladimirowitsch Mitschurin (1855-1935) herausgezüchtet. Iwan Mitschurin gelang es ca. 300 Obstsorten zu züchten, die für das russische Kontinentalklima (heiße Sommer/ kalte Winter) geeignet sind. 

Zunächst arbeitete er ohne staatliche Unterstützung, erst nach der Oktoberrevolution wurde er staatlich gefördert (vielleicht auch wegen des rotfleischigen Apfels?). Für seine Verdienste im Obstbau wurde er geehrt. So wurde sein Geburtsort und die Stadt Koslow wurden nach ihm benannt. (zeitweise sogar die bulgarische Stadt Zarewo). Mitschurin war begeisterter Anhänger der neuen politischen Macht in Russland.

Eine zweite Besonderheit gibt es bei dieser Apfelsorte. Die Familie Gärtner in Kraichtal – Unteröwisheim setzte ganz auf diese Apfelsorte, pflanzte 150 Bäume und vermarktet den Saft, der natürlich rot gefärbt ist und den Most, ebenfalls in rötlicher Farbe, in ihrer Besenwirtschaft „Kannenbesen“ in Kraichtal – Unteröwisheim.

Und mehr noch: die Eisdiele „Italia“ in Unteröwisheim verarbeitet den Apfel „Roter Mond“ zur Herstellung der Eissorte „Melarossa“.

Wir können uns vorstellen, dass in einigen Jahren auch einige Bäume vom "Roten Mond"  in unserer Nähe wachsen Das Interesse unserer Mitglieder war jedenfalls sehr groß -:)

Klaus Rupp: Hier war die Kleine oder Große Frostspannerraupe am Werk

Vielen Dank an Klaus Rupp für die tollen Fotos!!!

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