Förderverein Streuobstwiesen
 an Murg und Oos e.V.

Interessanter Austausch 

Etwa 20 Mitglieder unseres Streuobstwiesenvereins und des Pomologenvereins treffen sich jeden Monat zu einem gemeinsamen Stammtisch. Zu diesem Treffen sind alle, die sich für unsere Vereine und Themen rund um Streuobstwiesen interessieren, herzlich eingeladen! 
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Hinweise zum jeweils nächsten Stammtisch finden Sie unter dem Menupunkt 'Aktuelles'.

Stammtisch November 2022

Zusammenfassung des Vortrags von Klaus Rupp:

„Unterlagen bei Obstbäumen“

Obstbäume müssen veredelt werden, d.h. man verbindet eine so genannte Unterlage durch mit einem Edelreiser der gewünschten Obstsorte. Für das Veredeln gibt es verschiedene Techniken. Die Unterlage bestimmt im wesentlichen die Wuchsstärke des zukünftigen Baumes aber auch wie schnell der Baum Früchte trägt, wie resistent er gegenüber bestimmten Krankheiten oder Schädlingen ist. 

Am einfachsten ist die Unterlagengewinnung über einen Sämling. Man sät die Apfelkerne aus dem Trester in Erde und sucht sich die kräftigsten Sämlinge heraus, auf die dann die Edelreiser veredelt werden. Sämlingsunterlagen bringen die größte Wuchskraft, es entstehen Bäume die 8-10m hoch werden und ein hohes Alter erreichen, allerdings dauert es auch lange, bis man die erste Ernte vom Baum erhält.

Um kleinere Bäume mit früherem Ernteerfolg zu bekommen, verwendet man schwachwachsende oder mittelstark-wachsende Unterlagen.

Apfelbäume: Als Sämlingsunterlage wählt man häufig den Bittenfelder. Eine häuig verwendete Unterlage ist z.B. M9  ( M steht für eine englische Pflanzenzuchtsation →  Malling  und die Nummer ist die Nummer auf welchem Feld die Unterlage dort gezüchtet wurde, MM steht für MallingMerton )  M9 bringt eine Baumhöhe von ca. 2 – 2,20m Höhe.

M27 ist eine sehr schwachwachsende Unterlage gut geeignet für Bäumchen in Trögen.

M25 erbringt Bäume von ca 4m Höhe.

Birnbäume: Ene gute Sämlingsunterlage ist  die Kirchensaller Mostbirne. Birnbäume werden auch häufig auf Quitten als Unterlage veredelt. Bei der Birnbaumveredelung muss man oft auf die so genannte „Sortenverträglichkeit“ achten, d.h. dass Unterlage und Edelreiser nicht zusammenpassen und eine zunächst gelungene Veredelung nach einiger Zeit scheitert.

Mit einem Trick, der so genannten Zwischenveredelung kann man dies umgehen. Beispiel: Unterlage Quitte A → darauf Veredelung Gellerts Butterbirne → darauf Williams Christbirne.

Kirschbäume: Als Sämlingsunterlage der ersten Wahl gilt die Vogelkirsche, das ist ein wild aufgegangener Kirschbaum, wobei man Sämlinge mit möglichst heller Rinde wählen sollte. Weitere mögliche Unterlagen: Colt → Wuchs  ca. 7-8m   GiselA  Nr. 5 ( Gi = Gießen, sel = Selektion , A )  → Wuchs ca 4m   W72  (W=Weihenstephan) → Wuchs ca. 2m

Zwetschgenbäume: Sämlingsunterlagen ca. daumenstarke Wildlinge, worauf man auch Mirabellen oder Pflaumen veredeln kann. Oder  St.Julien A  → mittelstarker Wuchs

Übersicht aus:  https://www.bogl-bw.de/unterlagen/

 

 

Stammtisch Oktober 2022

Rückschau Keltereitermine - unser erstes SOMO-Bio-Apfelschorle geht in Produktion - künftige Stammtischthemen - Große Apfelschau mit über 50 regionalen Sorten - mit interessanten Geschichten und Informationen unserer Pomologen

Nachdem bei unserem Septemberstammtisch technische Einzelheiten zur Planung und Durchführung unserer Keltereitermine iim Vordergrund standen, war an diesem Abend  mit unserer traditionellen Apfelschau wieder ein pomologisches Thema im Mittelpunkt. 

Zuvor fasste unser 1. Vorstand den Ablauf und die Ergebnisse unserer Keltereitermine zusammen. Von der Zertifizierung, die Dank des großen Einsatzes einiger Mitglieder sehr gut lief, bis zur Planung und der Zusammenarbeit mit der Kelterei lief alles reibungslos und damit sehr erfreulich. Uns gelang es zudem gemeinsam, unser neues Produkt, unser "SOMO-Bio-Apfelschorle", zu entwickeln und auf den Markt zu bringen.

Wir konnten unseren "Umsatz" und damit die Belohnung für das Engagement für unsere Streuobstwiesen  in diesem Jahr verdreifachen. Großen Anteil an unserem Erfolg haben unsere Kunden, insbesondere der Biohof Decker in Weitenung, aber auch Edeka Fitterer aus Baden-Baden und Weisenbach, die Firma Claus aus Sandweier und Getränke Blessing aus Forbach, Weisenbach und Gaggenau. Dort können Kunden nun unseren leckeren Bio-Apfelsaft bzw. unserer neues Produkt - unser SOMO-Bio-Apfelschorle - erwerben. 

Der Vortrag über viele verschiedene Apfelsorten war für uns wieder ein besonderes pomologisches Highlight. Ein versierter Pomologe aus dem Elsass stellte uns mit viel Fachwissen und Humor viele interessante Apfelsorten vor: manch einer von uns denkt daran sich die ein- oder andere Sorte im nächsten Frühjahr durch Veredelung selbst zu ziehen. 

Beschrieben und gezeigt wurden viele Apfelsorten, u.a. der Christkindler, der Himbeerapfel von Holovans, Oldenburger und Ontario, die Renette de Savoir und schließlich die Apfelsorte "Roter Mond", welche unser Schriftführer für uns nochmal zusammengefasst hat: 

Apfelsorte „Roter Mond“

Es gibt ca. 30 rotfleischige Apfelsorten. Eine besondere ist die Sorte „Roter Mond“; bei der nicht nur die Schale, sondern auch das Fruchtfleisch und die Kerne sowie das Holz, die Blüten und und Blätter von roter Farbe durchzogen sind. Darüber hinaus hat die Apfelsorte 20-mal mehr Antioxidantien als ein normaler Apfel.

Sie wurde 1915 von dem russischen Botaniker und Pflanzenzüchter Iwan Wladimirowitsch Mitschurin (1855-1935) herausgezüchtet. Iwan Mitschurin gelang es ca. 300 Obstsorten zu züchten, die für das russische Kontinentalklima (heiße Sommer/ kalte Winter) geeignet sind. 

Zunächst arbeitete er ohne staatliche Unterstützung, erst nach der Oktoberrevolution wurde er staatlich gefördert (vielleicht auch wegen des rotfleischigen Apfels?). Für seine Verdienste im Obstbau wurde er geehrt. So wurde sein Geburtsort und die Stadt Koslow wurden nach ihm benannt. (zeitweise sogar die bulgarische Stadt Zarewo). Mitschurin war begeisterter Anhänger der neuen politischen Macht in Russland.

Eine zweite Besonderheit gibt es bei dieser Apfelsorte. Die Familie Gärtner in Kraichtal – Unteröwisheim setzte ganz auf diese Apfelsorte, pflanzte 150 Bäume und vermarktet den Saft, der natürlich rot gefärbt ist und den Most, ebenfalls in rötlicher Farbe, in ihrer Besenwirtschaft „Kannenbesen“ in Kraichtal – Unteröwisheim.

Und mehr noch: die Eisdiele „Italia“ in Unteröwisheim verarbeitet den Apfel „Roter Mond“ zur Herstellung der Eissorte „Melarossa“.

Wir können uns vorstellen, dass in einigen Jahren auch einige Bäume vom "Roten Mond"  in unserer Nähe wachsen Das Interesse unserer Mitglieder war jedenfalls sehr groß -:)

Klaus Rupp: Hier war die Kleine oder Große Frostspannerraupe am Werk

Vielen Dank an Klaus Rupp für die tollen Fotos!!!

Stammtisch August 2022

Themen rund um die Apfelernte 2022 

Auch bei Temperaturen über 30 Grad fanden wieder über 20 Mitglieder den Weg ins Christopsbräu. 

Nach einleitenden Worten unseres Vorsitzenden berichteten zwei Kollegen zunächst von erfolgreichen Zertifizierungs-maßnahmen, die ohne Rücksicht auf  Verluste am heißesten Tag des Jahres erfolgreich durchgeführt worden waren. Jetzt sind auch unsere neuen Mitglieder mit ihren Streuobstwiesen im Boot. Vielen Dank euch beiden für euren tollen Einsatz!

Obstbauern bekommen von unserem Verein etwa den zwei- dreifachen Preis, den Keltereien auf dem Hintergrung der Globalisierung für angeliefertes Mostobst bezahlen (können) - sie erhalten 20ct pro Kilo Äpfel , das macht bei einem Liter Apfelsaft dann 30ct für das Obst.  Der höhere Preis für die aufwändige Pflege und Bewirtschaftung der Streuobstwiesen im Sinne der Streuobstkonzeption des Landes Baden-Württemberg kann vom Verein aber nur bezahlt werden, wenn wir Abnehmer für unseren zertifizierten Bio-Apfelsaft bzw. unser Bio-Apfelschorle finden. So haben wir im Vorstand in den letzten Wochen viele Gespräche geführt, viele Infornmationen eingeholt und eine Konzeption für unseren Verein erarbeitet. 

Mittlerweile ist klar, wie unsere "Produkte" zu den Konsumenten kommen sollen - wir werden direkt nach dem Keltern den Saft palettenweise an Händler verkaufen, wo dann die Bevölkerung, aber auch Kommunen, Schulen, Kindergärten, sowie Betriebe, Gaststätten und Restaurants unseren Bio-Apfelsaft von Streuobstwiesen an Murg und Oos kaufen bzw. beziehen können. 

Bis jetzt stehen der Gärtnerhof Decker aus Weitenung, den viele Menschen in unserer Region von ihren Biokisten her kennen, Edeka Fitterer und Getränke Blessing auf  unserer Kundenliste. 

In den nächsten Wochen werden wir Gertänkehändlern und Einzelhändlern aus der Bioregion Mittelbaden unseren Apfelsaft anbieten. Zudem werden wir Werbeplakate etc. als "verkaufsfördernde Maßnahmen" herstellen lassen und die Organisation von Verkostungen bei unseren Kunden anbieten. 

Wir werden zudem Kommunen und Betriebe ansprechen, die unsere Produkte dann über verschiedene Händler beziehen können, wenn wir diese Händler beliefern.

Unser Bio-Apfelsaft, hergestellt aus frischem Streuobst aus unserer Region, kostet ein paar Cent mehr als Billigprodukte aus Konzentrat aus der ganzen Welt - dafür erhalten unsere Kunden einen Saft, der den Namen "Apfelsaft" wirklich verdient, ein naturreines Premiumprodukt mit einem echten Mehrwert in punkto Geschmack und Gesundheit. On Top: Unsere Kunden helfen mit jedem Schluck, unsere Streuobstwiesen als einzigartiges Biotop für Pflanzen und Tiere zu erhalten.

Wir suchen für unser Apfelschorle noch einen Namen: 

  • "SOMO - DAS APFELSCHORLRE"  oder SOMO - APFELSCHORLE
  •  oder   "KLIMO" - aus Klima und Murg und Oos abgeleitet 
  • oder ...

stehen beim nächsten Stammtisch neben möglichen weiteren Ideen unser Mitglieder zur Wahl.

Stammtisch Juli 2022

Siebröhrenkrankheit - Ernteabschätzung 2022 - SOMO-Liefervereinbarung - Stand Vermarktung verschiedener Gebinde - Zeit zum offenen Austausch!

Die Apfeltriebkrankheit bzw. der "Besenwuchs" trat zum ersten Mal um 1950 auf. Von weitem kann man befallene Bäume bereits erkennen. Im einjährigen Holz bilden sich viele Seitentriebe, die wie Hexenbesen aussehen. Im Bereich um den Stamm bilden sich oftmals Stockausschläge.

Die Früchte sind nach dem Befall sehr klein, zeigen kaum Ausfärbung und haben Apfelstile, die oft bis zu 4 bis 5 cm lang sind. Der Geschmack der Äpfel ist fade, geschmacklos, fast ungenießbar.

Die Krankheit wird durch zellwandlose Bakterien verursacht, die Poren in den Siebröhren (ein Teil des Bastes) verstopfen. Überträgerinsekten sind der Weißdorn- und Sommerapfelblattsauger. Wichtig ist auch das Werkzeug zu desinfizieren und keine Veredelungsreiser aus erkrankten Bäumen zu entnehmen.

In Erwerbsanlgen wird empfohlen befallene Bäume incl. der Wurzeln (!) sofort zu roden. Pomologen berichten auch von Erfahrungen, wie sie befallene Bäume im Laufe von etwa vier Jahren wieder gesund gepflegt haben: 

  • Sommerriss (steile Jahrestriebe herunterreißen)
  • Sommerschnitt Mitte/Ende August zur Förderung der Vitalität des Baumes, zur Vermehrung natürlicher Abwehrkräfte

Die M4 ist eine sensible Unterlage, Jonatan, Boskop, Golden Delicius, Gravensteiner und Berlepsch gelten als für den Besenwuchs sensible Veredelungssorten. Mehr Infos zum Forschungsstand unter dem Menupunkt "Streuobst-Informationen". 

Im weiteren Verlauf des Abends waren Themen rund um die Apfelernte bzw. die Planung des Kelterns im Focus. Auch Fragen zur Markteinführung eines SOMO-Apfelschorle im 0,5l-Gebinde wurden ausführlich diskutiert. Ein potentieller Abnehmer für das Apfelschorle konnte bereits gefunden werden, weitere müssten aber folgen, um eine Produktion wirtschaftlich sinnvoll für den Verein darzustellen.

Klaus Rupp: Hier war die Kleine oder Große Frostspannerraupe am Werk

Klaus Rupp: Hier war die Kleine oder Große Frostspanner-raupe am Werk!

Stammtisch Juni 2022

Was können wir für ein gesundes Wachstum unserer Bäume tun?
Frau Dütsch-Weiß gibt uns als Fachreferentin für Obst- und Gartenbau am Landratsamt Rastatt       mit großem Sachverständnis interessante Einblicke in die Nahrungsversorgung von Obstbäumen

Bäume, die auf Dauer mit Nährstoffen unterversorgt sind, tragen nicht nur weniger Früchte. Sie werden zudem anfällig für Baumkrankheiten und Schädlinge.

Also im Frühjahr eine Fuhre Mist auf den Acker - so wie es die Bauern früher gemacht haben? Können wir uns dann in der Gewissheit zurücklehnen, das beste für unsere Bäume getan zu haben? Haben dann die Bäume wirklich alles, was sie brauchen?  Wann ist genug, wann ist zuviel?  Welche unerwünschte Nebenwirkungen kann das haben? 

Oder gehen wir die Nährstoffversorgung anderst an - bei der Ernährung von Pflanzen spielen ja im Wesentlichen eine handvoll Nährstoffe eine zentrale Rolle: Stickstoff, Phosphor, Kalium, Calzium und Magnesium. Lassen wir also besser eine Bodenprobe auf diese Stoffe hin analysieren und düngen ökologisch(!) nach der im Analyseprotokoll vorgeschlagenen Anweisung? Ist das der Königsweg? Was gibt es dabei zu beachten?

Um Fragen rund um die Nährstoffversorgung unserer Bäume zu verstehen und auf dieser Grundlage Entscheidungen treffen zu können, bekommen wir von Frau Dütsch-Weiß an diesem Abend, sehr verständlich sachkundig vorgetragen, wichtige Informationen.

Stammtisch Mai 2022

Diplodia - Schwarzer Rindenbrand: 
Erscheinungsbild und erste Hinweise zur Bekämpfung und Prävention - für das Überleben unserer Streuobstwiesen weitere Forschungsergebnisse dringend notwendig

Nach einem Monat Pause, in dem unsere Mitgliederversamm-lung stattfand (Ergebnisse der Besprechungen und der Wahlen in einem Bericht unter dem Menupunkt "Presse"), trafen wir uns am  5. Mai wieder zu unserem Stammtisch. 

Als Referenin  konnten wir Frau Julia Zugschwerdt vom Landwirtschaftlichen Technologiezentrum Augustenberg in Durlach gewinnen, die seit eineinhalb Jahren dort gemeinsm mit Kollegen in einem Forschungsprojekt zum Schwarzen Rindenbrand tätig ist.

Beim Schwarzen Rindenbrand des Kernobstes handelt es sich um eine Erkrankung, die von Pilzen aus der Gattung Diplodia hervorgerufen wird. Sie führen zur Schwarzverfärbung der Rinde, die im weiteren Krankheitsverlauf aufreißt und sich von dem darunterliegenden Holzteil ablöst. 

Der Klimawandel mit heißen und trockenen Sommern der letzten Jahre setzt insbesondere unseren Apfel-, aber auch Birnen und Quittenbäumen zu. 

In Baden-Württemberg erreichte die Pilzkrankheit erstmals ein größeres Ausmaß in Folge des Hitzesommers 2003. Insbesondere auf Streuobstwiesen waren massive Schäden anden Bäumen vorzufinden. 

Die Forschung zur Bekämpfung und Prävention dieser Baumkrankheit noch in den Kinderschuhen: es gibt mittlerweile bereits einige Ergebnisse aus Forschungs-projekten verschiedener Bundesländer. Viele Versuche wird man die nächsten Jahre weiter beobachten und auswerten, andere neu anlegen müssen,   um mit der Zeit valide Ergebnisse zur Prävention und Behandlung von Diplodia zu erhalten.

Foto: Klaus Rupp

Foto: Klaus Rupp

Stammtisch März 2022

Erster Stammtisch nach unserer "Coronapause" - spannender Vortrag zur Kartierung von Obstgrundstücken mit dem Programm QGIS

Wir konnten uns nach unserem "Außentermin" in Bermers-bach Ende Januar nun wieder in gewohnter Runde im Christophbräu zusammenfinden. 

Nach der Begrüßung und Besprechung einiger organisato-rischer Dinge, unter anderen auch zur Planung unserer ersten Mitgliederversammlung im April, stand die spannende Vorstellung des Computerprogramms "QGIS" im Mittelpunkt des Abends.

Mit diesem freien Open-Source-Informationssystem zur Erfassung und Kartierung von Geodaten können wir neben dem genauen Standort unserer Obstbäume viele weitere nützliche Informationen zu diesen speichern und auf verschiedenste Art und Weisen auswerten. 

Es läuft unter Linux, Unix, Mac OSX, Windows und Android: damit können wir zuhause am Computer, aber auch auf dem "Acker" mit dem Handy gleichermaßen auf unsere Daten zugreifen! QGIS unterstützt zudem eine Vielzahl von Vektor-, Raster- und Datenbankformaten und -funktionen.

Stammtisch Dezember 2021

Gut besuchter Stammtisch mit Mitgliedern des Pomologenvereins aus Schorndorf, Heilbronn und dem Elsass

Auch diesen Stammtisch konnten wir gemeinsam mit dem Pomologenverein organisieren. Nach der Begrüßung ließ Christoph Werner uns nochmal an seinen Erfahrungen bei der Ernte mit der Apfelauflesemaschine teilnehmen. 

Dann konnten wir die bestellten Reiser - natürlich den Bittenfelder Sämling, da waren wir uns mit den Mitgliedern des Pomologenvereins einig - an viele interessierte Mitglieder ausgeben, mehr dazu auf dieser Homepage unter dem Menupunkt "Veredelung".

Der Höhepunkt des Abends war die Ausstellung von über   50 alten Apfelsorten und der damit verbundene Vortrag.   Ein befreundeter Pomologe  aus dem benachbarten Elsass stellte mit großem Fachwissen und Eloquenz verschiedene Äpfel nicht nur aus pomologischer Sicht vor:

"Den Katholiken die Krippe, den   
  Protestanten der Weihnachtsbaum"

Viele von uns kennen den kleinen purpurroten Zwiebelapfel. Dieser ist im Elsass unter dem Namen "Christkindler" bekannt. Seit gestern kennen wir die Geschichte: 

Noch lange bevor Weihnachtsbäume in den süddeutschen Raum kamen, zierten diese schon am Anfang des 17. Jahrhunderts in Straßburg und dem Elsass die Wohnstuben betuchter Bürger. Geschmückt waren die Bäume mit Kerzen, Walnüssen und ... vielen kleinen roten Äpfeln. 

Stammtisch November 2021

Rückblick Keltern 2021 - Ausstellung von über 50 verschiedenen  Apfelsorten - Veredelung von Obst-bäumen - Jahresausflug - SOMO-Info-Team

Wie hat das Aufsammeln der Äpfel mit der Apfelauflese-maschine geklappt? Wie liefen unsere Keltertermine?

Unser Vorstand zog ein Résumé: alles war schon in etwa so, wie wir das erhofft hatten.  Mit unseren Erfahrungen werden wir noch einige Prozesse beim Keltern und dem Umgang mit der Auflesemaschine im nächsten Jahr weiter optimieren können. 

Unser Saft - da sind wir uns alle einig - schmeckt wunderbar!

Und wir konnten bereits in diesem Jahr unseren Obst-lieferanten,  wie in der Streuobstkonzeption des Landes Baden-Württemberg vorgesehen, einen Aufpreis für ihr angeliefertes Obst bezahlen.

Stammtisch Oktober 2021

Gemeinsamer Stammtisch mit Pomologenverein - schwarze Rindenkrankheit - Infektionsschutz - unser erster Bio-Apfelsaft - Auflesemaschine 

Wir veranstalteten unseren Stammtisch gemeinsam mit dem Pomologenverein. Dies versuchen wir auch weiterhin so zu organisieren, was für unsere Mitglieder natürlich sehr wertvoll ist: so konnten wir heute schon lernen, wie man die schwarze Rindenkrankheit bekämpfen oder wie man am besten den Infektionsschutz beim Schneiden von Bäumen organisieren kann. Wir tauschten u.a. auch Adressen von Baumschulen aus, die interessante Sorten vermarkten.

Christoph Werner leitete dann den Höhepunkt unseres Abends ein: er konnte über das erste Keltern unseres  "Ufgauer Herbst" berichten, Informationen dazu  unter dem Menupunkt "Keltern 2021".

Auch sprach er über die ersten Erfahrungen mit der Apfelauflesemaschine: Man sollte im Juni die Wiesen mähen. Zwei Wochen vor der Ernte ist eine zweite Mähaktion sinnvoll. Probleme machten Stellen, an denen die Brombeeren gewachsen waren. Das Aussortieren der unbrauchbaren Äpfel geht gut. Etwa 300kg Äpfel pro Person und Stunde sind zu ernten.  Für die Reinigung ist eine Stunde Arbeit vorzusehen.

Stammtisch September 2021

Planung des Kelterns - SOMO stellt sich vor:     Entwurf einer Präsentation unseres Vereins

Schon steht das Keltern unseres ersten Saftes vor der Tür: Wir planen einen ersten Keltertermin Ende September, die beiden nächsten Mitte und Ende Oktober. Absprachen mit der Kelterei wurden getroffen, zertifizierter Bio-Apfelsaft muss morgens als erste Pressung mit der am Vortag gereinigten Maschine erfolgen.

Dieses Jahr gibt es im Murgtal, in Plittersdorf, aber auch in Teilen Baden-Badens wenige Äpfel. Wir müssen abschätzen, wie viele Apfel wir an unterschiedlichen Terminen anmelden können.

 Wie beim letzten Stammtisch angesprochen, gibt es bei Obst- und Gartenbauvereinen den Wunsch, unseren Verein näher kennenzulernen und Fragen zu beantworten. Eine erste Präsentation über unseren Verein wurde erstellt und beim Stammtisch kritisch erörtert. Insbesondere die Frage, welche Institutionen was unter "Hochstämmen" verstehen, und welche Konsequenzen dies  beispielsweise für die Förderung im Streuobstbereich hat, wurde im Detail besprochen.

Stammtisch im August 2021

Vorbereitungen für die Zertifizierung - 
Zusammenarbeit mit Obst- und Gartenbauvereinen 

Nachdem alle Mitglieder ihre Grundstückslisten abgegeben haben, läuft jetzt die Zertifizierung. Alle Obstlieferanten bewirtschaften ihre Streuobstwiesen ökologisch nach vertraglich festgelegten Kriterien. 

Wir bekommen Rückmeldungen unserer Mitglieder, die auch in Obst- und Gartenbauvereinen organisiert sind: dort sind unsere Briefe, in denen wir uns bei diesen Vereinen vorgestellt haben, angekommen. Auf Versammlungen dieser Vereine war SOMO ein Thema und es stellte sich heraus, dass es noch Fragen zu der Arbeit unseres Streuobstwiesenvereins bzw. zu einer möglichen Zusammenarbeit mit unserem Verein gibt. Wir müssen uns darum kümmern, uns den Obst- und Gartenbauvereinen vorzustellen.

Unser erster Stammtisch   im Juli 2021

Berichte in verschiedenen Regionalzeitungen über unseren neuen Verein finden Beachtung

Wir freuen uns über die Resonanz - interessierte Streuobst-wiesenbesitzer und Mitglieder von Forbach bis Gaggenau, Sulzbach, Oberweier, bis Plittersdorf und Baden-Baden kommen zu unserem ersten Treffen.

Wir lernen uns kennen, können unseren Verein vorstellen, viele Fragen rund um den Verein beantworten und bereits weitere Mitglieder gewinnen.

Presse

Badisches Tagblatt vom 21.6.2021
Von Regina Frammelsberger