Förderverein Streuobstwiesen
 an Murg und Oos e.V.

Presse



Badisches Tagblatt vom 9.4.2022
Von Regina Frammelsberger

Ufgauer Herbst
2.400 Liter Bio-Apfelsaft gekeltert
Gaggenau (refra) – Der vor eineinhalb Jahren gegründete „Förderverein der Streuobstwiesen an Murg und Oos“ (SOMO)           traf sich am Donnerstag zu seiner ersten Jahreshauptversammlung. 

Vorsitzender Christoph Werner konnte beinahe 20 Anwesende begrüßen und gab zunächst einen Rückblick auf das Gründungs-jahr, das „schon in etwa so lief, wie wir das erhofft hatten“. Der Verein wurde ordnungsgemäß angemeldet, Bäume und Streuobstwiesen erhielten eine Biozertifizierung. Neben der Erstellung einer Homepage wurde auch ein passendes Vereinslogo gestaltet und ein Name für den eigenen Bioapfelsaft aus der Gegend nördlich der Oos bis zum Kraichgau gefunden: Ufgauer Herbst. Schließlich konnten Etiketten für die eigenen Saftflaschen in Auftrag gegeben werden. 
Leider sei die Apfelernte wetterbedingt schlecht ausgefallen, was den Verantwortlichen jedoch einen „guten Übungsdurchlauf“ ermöglicht habe. Das Keltern und die Vermarktung des Safts seien nach Plan verlaufen, sodass die bereits gefundenen Abnehmer mit 2.400 Litern Bio-Apfelsaft versorgt werden konnten. Die Vereinsgröße ist mit 15 Mitgliedern laut Werner „noch überschaubar“, aber durchaus zufriedenstellend, denn es sei besser, „nicht zu schnell, sondern lieber natürlich zu wachsen“. Der Vorsitzende hob die Zusammenarbeit mit dem Pomologenverein Baden Württemberg hervor, aus der sich bereits viele qualitativ hochwertige Treffen ergeben hätten.
So wurden 50 verschiedene Apfelsorten im Christophsbräu ausgestellt oder ein interessanter Vortrag zur Kartierung von Obstgrundstücken gehalten. 
Kassenwart Martin Blum berichtete über Ausgaben und Einnahmen des Vereins und zeigte sich mit dem finanziellen Stand zufrieden: „Es geht auch nicht darum, viel Geld auf dem Konto zu haben, sondern unsere Obstbauern zu unterstützen.“ Dieses Ziel habe man erreicht, denn der zugesagte Aufpreis konnte den beteiligten Lieferanten bereits ausgezahlt werden. Er freute sich über die vielen Berührungspunkte, die sich mit Städten, Kommunen und anderen Vereinen ergeben haben, um eine ökologische Bewirtschaftung der Streuobstwiesen zu gewährleisten. So kam von der Stadt Gaggenau die Idee, den Bio-Apfelsaft auch in kleinere Flaschen abzufüllen und Apfelschorle anzubieten. Eine solche Erweiterung des Angebots sei für den Herbst geplant.
Außerdem steht eine Veredelungsaktion mit dem Pomologenverein an, um regionale Baumsorten zu erhalten. Ein Vortrag zum Thema „Schwarzer Rindenbrand“ wird die Mitglieder über die problematische Baumkrankheit und Methoden zu deren frühzeitiger Erkennung informieren. Ziel für das kommende Jahr sei es, weitere Abnehmer für den Bio-Apfelsaft zu finden und die Zusammenarbeit mit anderen Vereinen zu intensivieren.
Hauptsächlich werden Kontakte zu den umliegenden Obst- und Gartenbauvereinen gesucht, zu denen der SOMO nicht in Konkurrenz treten möchte. Um die Gemeinsamkeiten herauszustellen, wird aktuell eine Power-Point-Präsentation erstellt, die die Absichten und Tätigkeiten der Streuobst-Initiative darstellt.
Martin Blum wurde zum Beisitzer für den Bereich Öffentlichkeitsarbeit gewählt. Sein Amt als Kassierer übernahm nach ebenfalls einstimmiger Wahl Edgar Bittmann. Kassenprüfer sind nun Michael Baumstark und Rainer Götz.
Wer Interesse an der Arbeit des SOMO hat, kann sich auf der Homepage informieren oder jeden ersten Donnerstag im Monat um 19 Uhr zum Stammtisch ins Christophsbräu kommen.   www.streuobstwiesen-murg-oos.de

BNN vom 1.9.2021
Von Joachim Kocher


Badisches Tagblatt vom 21.6.2021
Von Regina Frammelsberger