Förderverein Streuobstwiesen
 an Murg und Oos e.V.

Unser Referent aus Froschwiller führte uns mit interessanten Anekdoten rund um unsere geliebten Äpfel nicht nur durch die elsässische und badische Geschichte,  sondern weit darüber hinaus: einige der gezeigten Apfelsorten haben ihre Wurzeln in weiteren  eurpäischen Ländern wie Belgien, der Niederlande oder Russland oder sie kommen aus Vorderasien, dem sogenannten Zweistromland zwischen Euphrat und Tigris. 

Bei unserem Ausflug Ende Dezember werden wir lernen, wie man Reiser am besten schneidet und im Frühjahr damit selbst Bäume veredeln: werden sich Liebhaber für den 3-Jahresapfel, den Berner Rosenapfel, den Himbeerapfel von Holowaus, die Elsässer rote Winterrenette oder den Großen Alexander finden? Mit etwas Glück bekommen wir den ein- oder anderen Reiser interessanter Sorten aus dem Elsass. jjjjjjjjjjjk

Gute Gartenwerkzeuge -  Wühlmäuse - 
Verwendung von Terra Preta im Streuobstanbau

Ein anderes Mitglied des Pomologenvereins stellte ein neuartiges Gartengerät vor, eine stabile Doppelgrabegabel zur Auflockerung des Bodens. Mit dieser ist aufgrund der ergo-nomischen Bauweise eine rückenschonende Lockerung fester, verdichterter Böden bis zu 40cm Tiefe möglich. Wasser und Nährstoffe können danach gut in die Erde eindringen.

Interessant war eine Diskussion über die Wühlmausbekäm-pfung auf unseren Streuobstwiesen. Vieles, was auf den ersten Blick plausibel erscheint, ist in der Praxis nicht hilfreich oder sogar kontraproduktiv. Bemerkenswert ist u.a. der Hinweis, dass ein Mähen nach der Ernte um die Baumscheibe es Raubvögeln erleichtert, die Nager ausfindig zu machen. 

Ein Mitglied des Pomologenvereins stellte abschließend vor,  wie er selbst Holzkohle aus dem Baumschnitt, der sich auf seinen Streuobstwiesen ergibt, herstellt. Um die entstandene Holzkohle mit Nährstoffen anzureichern, tränkt er diese für eine Zeit z.B. mit Mistbrühe. Dieses Gemisch - mit Erde vermengt und fachgerecht in den Boden eingebracht - kann als Terra Preta die Nährstoffversorgung des Baumes „puffern“ und die Feuchtigkeit im Boden regulieren.         Der Pomologe stellte einen Pyrolyseofen vor, den er selbst so verwendet, einen so genannten Kontiki-Ofen. Die Anwendung dieses offenen Verfahrens zur Holzkohleerzeugung wird in andern Ländern viel mehr genutzt als bei uns. Aber man muss einige Dinge bei der Verwendung des Ofens sowie bei der Verarbeitung der Pflanzenkohle beachten: so kann beispiels-weise ungetränkte Holzkohle den umgekehrten Effekt erzielen, den man erwartet: durch die große Oberfläche der Holzkohle können die Nährstoffe aus dem Boden, die dem Baum zur Verfügung standen, in der Pflanzenkohle gebunden werden. 

Man kann Pflanzenkohle oder fertige Terra Preta auch kaufen. Eines unserer Mitglieder hat bereits seit Jahren Erfahrung mit selbst hergestellter Terra Preta auf der Basis fertig gekaufter Pflanzenkohle. Unser Rat: Wer an den Kauf eines Pyrolyseofens denkt, sollte sich vorher genau über die  Vor- und Nachteile der eigenen Herstellung von Pflanzenkohle informieren. Um die Arbeit mit dem Pyrolyseofen zu testen, kann man im Zweifels-fall einen solchen vor dem Kauf auch mal mieten.

Zu unserer Freude vergrößert sich unser Kreis stetig: wir konn-ten auch bei diesem letzten Stammtisch im Jahr 2021 zwei weitere im Streuobstanbau und der Landschaftspflege kundige und erfahrene Mitglieder gewinnen. Manche von uns kannten euch schon oder zumindest eure Namen: es war schön euch zu erleben und bei uns zu haben. 

Wir freuen uns, uns gemeinsam mit den Mitgliedern des Pomologenvereins in fröhlicher und zugewandter Runde über unser Hobby auszutauschen und voneinander zu lernen.

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